Donnerstag, 15. August 2013

Die heilige Pflanze


Grüße!

Wir haben viel von ihr geredet und jetzt kriegt sie ihren eigenen Beitrag: Die Rakksha-Pflanze.
Es gibt natürlich nicht nur eine Familie in dieser Klasse: Je nach Standort haben sich die Vertreter unterschiedlich entwickelt und drei wollen wir hier beschreiben:



Die erste Art kommt vor allen Dingen im Zentrum vor, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. Die Spitzen der Blütenblätter sondern das charakteristische Harz in etwa taubeneigroßer Tropfenform ab. Geht der schützende Planet 'Rakksha' unter, ziehen die Blätter sich zusammen und das wertvolle Polymer wird im Inneren des Blütenkelches vor der Nacht geschützt.
Die meisten Geburtssteine stammen von dieser Unterart, da diese die Ertragreichste ist. Sie wird in großen Feldern angebaut, die von den Trägern gepflegt werden.



Im Norden wächst eine Rakksha-Pflanze mit Tannenzapfen. Wie bei einer normalen Tanne auch, verholzen die Achse und die Tragblätter, unter denen nicht die Samen, sondern das Harz gebildet wird. Um das Sekret zu schützen, gibt es zusätzliche Blätter, die sich nachts um den Zapfen schließen. Wird der Zapfen zu schwer, löst er sich vom Ast und fliegt, einem Ahornsamen gleich, zu Boden.
Die Rakksha-Steine dieser Art sind flach und ihre Größe entspricht der Fläche eines handelsüblichen, sechsseitigen Würfels. Sie werden gerne in die Tempel eingebaut und auch manche Adelige verbauen sie in ihren Häusern, um einen zusätzlichen Schutz zu erlangen. Der Normalbürger kann sich das natürlich nicht leisten.



Schließlich gibt es eine weidenartige Version: Dabei bilden die Blüten oben am Baum das Harz, das in dünnen Fäden an den Ästen herunter rinnt und dort fest wird. Diese Unterart wächst ausschließlich in der heiligen Stadt und wurde speziell gezüchtet. Ihr fehlen Schutzblätter für die Nacht, weswegen zu dieser Zeit Schirme aufgespannt werden müssen. In einem komplizierten Verfahren werden die Fäden schließlich geerntet, gehärtet und zum Schluss wieder flexibel gemacht. Anschließend können sie in die Gewänder der Rakksha-Priester eingewoben werden.

Das Harz bildet eine spezielle Matrix, die durch das Licht des Rakksha-Planeten angeregt werden kann. Beim Übergang von diesem energiereichen zurück in den Ursprungszustand wird die schützende Strahlung wieder abgegeben und wirkt sich somit positiv auf die Umgebung aus. Wird die Matrix nicht wieder aufgeladen, hat die Energie eines vollständig angeregter Kristall eine Lebensdauer von drei Stunden bis zwei Tagen, abhängig von der Größe. Aus diesem Grund wird jeder Bewohner dazu angehalten, die Messen der Kirche zu besuchen, bei denen die Steine wieder angereichert werden. Theoretisch reicht auch ein Sonnenbad im Lichte Rakkshas, aber irgendwie müssen die Gläubigen ja bei Laune gehalten werden.

Die Rakksha-Steine sind das wesentliche Heiligtum des Rakksha-Glaubens, deren Vergabe streng reglementiert ist: Jeder Bewohner erhält bei seiner Geburt seinen ersten Stein. Die Nächsten folgen beim Eintritt in das fortpflanzungsfähige Alter und der Heirat. Wird die Frau schwanger, erhält sie den zukünftigen Geburtsstein des Kindes, damit das Ungeborene geschützt wird. Erblickt das neue Leben das Licht der Welt, werden zwei Splitter von diesem Stein abgebrochen und an Vater und Mutter ausgehändigt.
Den nächsten großen Kristall erhält ein Lebewesen schließlich im Alter von 25 Zulem, als Belohnung für ein langes Leben.
Diese Zuteilung wird, bis auf den Altersstein, auch von den Veränderten in den Dschungeln praktiziert, die nicht der Rakksha-Kirche angehören. Die Schutzwirkung des Harzes wurde bereits früh entdeckt und genutzt, sodass jedes Lebewesen mit Bewusstsein die Kristalle am Körper trägt.

Damit endet unser Exkurs in Sachen Kirche und Glauben. Wie ihr an den Blumen schon gesehen habt, probiert Carina 'Lucrai' gerade PC-Coloration aus. Am Sonntag wird es in diesem Stil einige Charakterskizzen geben.

Genießt das Wochenende!
Carina 'Lucrai' und Nathalie

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